Das digitale Rückgrat der Regionen

Regionalentwicklung ist ein Zusammenspiel aus Projekten, Förderinstrumenten, Wissen und Akteuren. regiosuisse bündelt diese Vielfalt auf nationaler Ebene und macht sie zugänglich. Hinter der Plattform steht eine gewachsene technische Infrastruktur, die Daten strukturiert, vernetzt und langfristig nutzbar macht. Ihre Stärke liegt in der klaren Systematik und in der nachhaltigen Organisation komplexer Inhalte.

Leistungen

Auftraggeber

regiosuisse
Bern, Schweiz

Links

Partner

Planval Partners AG
Bern, Schweiz

Jahr

2018 - Heute

Tech Lead

Sidney Bösch

Daten und Akteure

Regionalentwicklung in der Schweiz ist föderal organisiert. Projekte entstehen in Regionen, Förderinstrumente auf Bundes- oder Kantonsebene, Wissen in Hochschulen und Fachstellen. Dazu kommen Expertinnen und Experten, Veranstaltungen, Publikationen, Stellenangebote und politische Programme.

regiosuisse verbindet diese Ebenen. Die Plattform schafft Transparenz, Orientierung und Zugang zu einem komplexen Förder- und Wissensraum.

Im Zentrum steht eine zentrale Datenarchitektur, die Projekte der Regionalentwicklung, Förderinstrumente, Expertendatenbanken, Kontaktadressen, News, Events, Stellenmarktangebote und Forschungspublikationen zusammenführt. Ergänzt wird sie durch interaktive, klickbare Grafiken, die Zusammenhänge strukturiert visualisieren.

Die Herausforderung lag nicht allein in der Darstellung dieser Inhalte, sondern in ihrer konsistenten und nachhaltigen Organisation.

Zentrale Content Architektur

Für regiosuisse wurde ein individuelles, zentralisiertes Redaktionssystem entwickelt. Es ist mehr als ein Standard-CMS. Es bildet die strukturelle Grundlage für eine Vielzahl unterschiedlicher Inhaltstypen mit jeweils eigenen Anforderungen.

Projekte werden als datengestützte Einheiten mit klar definierten Attributen, Beziehungen und Filterlogiken geführt. Förderinstrumente sind systematisch klassifiziert. Expertenprofile sind durchsuchbar und thematisch verknüpft. Veranstaltungen sind strukturiert erfassbar und in eine leistungsfähige Agenda integriert.

Ein zentrales Prinzip ist die Entkopplung von Inhalt und Oberfläche. Daten werden unabhängig vom jeweiligen Webauftritt verwaltet. Sie folgen einer klaren Struktur und können flexibel ausgespielt werden.

So entsteht eine Architektur, die nicht auf kurzfristige Trends reagiert, sondern auf langfristige Nutzbarkeit ausgelegt ist.

Verteilbare Inhalte

Die regiosuisse-Tools verstehen Inhalte als geteilte Ressource.

Insbesondere die Projektdatenbank wird nicht nur auf regiosuisse.ch genutzt. Sie steht über Widgets auch Kantonen und Regionen wie St. Gallen, Graubünden, Freiburg oder Thurgau zur Verfügung. Inhalte erscheinen dort kontextbezogen, bleiben jedoch zentral gepflegt und konsistent.

Diese Architektur reduziert Redundanzen, verhindert widersprüchliche Datenstände und schafft eine gemeinsame Informationsbasis.

Zugleich integriert das System Daten aus unterschiedlichen Quellen. Projektinformationen aus der CHMOS-Datenbank oder strukturierte Inhalte aus Excel-Listen werden übernommen, transformiert und in ein einheitliches Modell überführt.

Aus dezentralen Datenquellen entsteht so eine konsolidierte Wissensplattform.

Anwender

langfristige Investition

Die strukturelle Qualität eines Systems zeigt sich nicht im Launch, sondern im Betrieb.

Die Datenmodelle von regiosuisse sind so konzipiert, dass sie erweiterbar bleiben. Neue Förderinstrumente, zusätzliche Kategorien oder veränderte politische Rahmenbedingungen können integriert werden, ohne das Gesamtsystem zu destabilisieren.

Diese Robustheit macht die Plattform zu einem langfristig tragfähigen Instrument der Regionalentwicklung. Ihre Stärke liegt in der Klarheit ihrer Struktur und in der Fähigkeit, Komplexität dauerhaft handhabbar zu machen.

Gemeinsame Evolution

Die Plattform entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Planval Partners AG, die Projektleitung und Redaktion verantwortet.

Technische Entwicklung und redaktionelle Praxis greifen ineinander. Anforderungen aus dem Alltag der Regionalentwicklung fließen direkt in Optimierungen und Weiterentwicklungen ein. Filterlogiken werden verfeinert, Datenfelder angepasst, Usability verbessert.

Seit vielen Jahren bildet diese Zusammenarbeit die Grundlage für Stabilität und Evolution zugleich. regiosuisse ist kein statisches Produkt, sondern eine kontinuierlich gepflegte Infrastruktur.

Beratung,
entwicklung,
Betrieb

Neben der Systementwicklung umfasst die Tätigkeit strategische Beratung in technischen Fragen.

Suchmaschinenoptimierung stellt sicher, dass Inhalte auch langfristig auffindbar bleiben. UX- und UI-Optimierungen verbessern Orientierung und Nutzerführung. Technische Weiterentwicklungen sichern Zukunftsfähigkeit und Performance.

Das Hosting der gesamten Infrastruktur gehört ebenso dazu wie Sicherheitskonzepte, Backup-Strategien und Monitoring.

Zusätzlich wird die bestehende Hauptwebsite betreut, obwohl sie ursprünglich nicht in der eigenen Entwicklung entstand. Der separate Blog regios.ch wurde konzeptionell und gestalterisch neu aufgesetzt und wird ebenfalls technisch weitergeführt.

So entsteht ein stabiles, ganzheitlich betreutes digitales Umfeld.

Modell mit Spielraum

Die zugrunde liegende Architektur der regiosuisse-Tools hat Modellcharakter.

In adaptierter Form wurde sie auch für das Netzwerk Zukunftsraum Land in Österreich sowie für den Infopoint Innovationsförderung im Energiebereich des Bundesamts für Energie eingesetzt.

Diese Übertragbarkeit zeigt, dass die entwickelte Struktur nicht nur projektspezifisch funktioniert, sondern als skalierbares System für komplexe Förder- und Wissenslandschaften dient.


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